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11.05.2007: Österreich – Lkw-Maut wird angehoben
Wie der österreichische Verkehrsminister Werner Faymann (SPÖ) gestern bekannt gegeben hat,
wird die Lkw-Maut ab 1. Juli im Schnitt um 4,2 Cent/km von derzeit 22,7 auf 26,9 Cent angehoben.
Laut einem Interview, das Faymann dem österreichischen Rundfunk gab, trage die Erhöhung nun zu mehr
Kostenwahrheit bei. Die Klimaschutzdebatte habe den österreichischen Argumenten bei der EU
„mehr Rückenwind“ verliehen. Faymann sieht sich glücklich, dass nun vor allem der Transitverkehr zum Handkuss kommt.
Brüssel hatte noch am Wochenende grünes Licht für die Erhöhung gegeben,
nachdem die EU-Granden die Erhöhung unter Verweis auf die geltende EU-Wegekostenrichtlinie
zunächst abgelehnt hatten.
Die Erhöhung spült rund 115 Millionen Euro pro Jahr mehr in die Kassen der Autobahngesellschaft ASFINAG,
die die zusätzlichen Mittel für den Straßenausbau verwenden will.
Im Detail sind größere Lkw von der Erhöhung deutlich stärker betroffen als kleinere.
So erhöht sich die Maut für einen Lkw mit vier oder mehr Achsen um 5,1 Cent pro Kilometer,
für Dreiachser um 3,4 Cent und für Zweiachser um 2,5 Cent pro Kilometer.
Um die Frächterbranche ruhig zu halten, soll die Anhebung der Maut durch eine Halbierung der Kfz-Steuer kompensiert werden.
„Ein Drittel sind Transit, das heißt, diese Lkw fahren nur durch Österreich durch, diese trifft die Lkw-Maut natürlich voll und die haben dann auch nichts von einer geringeren Kfz-Steuer.
Zudem zahlen diese mehr beim Tanken durch die Mineralölsteuer-Erhöhung, und sie zahlen mehr bei der Lkw-Maut“,
so Faymann in dem angesprochenen Interview.
Österreichs Frächter nehmen die Erhöhung zähneknirschend zur Kenntnis, wenn dafür die angekündigte Halbierung
der Kfz-Steuer wirklich durchgeführt wird. Frächtervertreter gehen aber davon aus, dass in Bezug auf die Maut
noch nicht alle Kämpfe ausgestanden sind. So erwartet der Geschäftsführer des Fachverbandes Güterbeförderung,
Rudolf Bauer, dass die Nachbarländer Österreichs die Verteuerung des Lkw-Verkehrs nicht so einfach hinnehmen würden. Für morgen ist ein Treffen zwischen Verkehrsminister Faymann und Frächtervertretern geplant.
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